Sämtliches Fleisch entsorgt, acht Betriebe stehen unter amtlicher Kontrolle

Kreis Paderborn (krpb). Im Rahmen von Routinekontrollen ist in einem fleischverarbeitenden Betrieb im Kreis Paderborn eine mit einem PCB-Gemisch belastete Geflügelfleischprobe gefunden worden. PCB steht für Polychlorierte Biphenyle. In dem Betrieb werden pro Jahr rund 400 Proben gezogen, die auf verschiedene Substanzen untersucht werden. Das CVUA Münsterland-Emscher-Lippe teilte dem Kreis Paderborn am 10. Oktober den auffälligen Befund mit. Bei der Probe war eine Überschreitung des Höchstgehalts für nicht dioxinähnliche PCB (ndl-PCB) festgestellt worden. Diese stammt aus einem Geflügelmastbetrieb im Kreis Paderborn, der den fleischverarbeitenden Betrieb beliefert. Sämtliches Fleisch wurde vorsorglich entsorgt. In so einem Fall heißt es: Quelle finden und schließen. Ursache ist nach Angabe des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) belastetes Futter, das von einem im Kreis Minden ansässigen Futtermittelhersteller stammt. Sechs weitere Geflügelmastbetriebe und ein Legehennenhalter aus dem Kreis Paderborn haben ebenfalls möglicherweise belastete Chargen erhalten. Auch Fleisch aus diesen Betrieben bzw. Eier sind nicht in den Handel gelangt. „Für den Verbraucher bestand und besteht keine akute Gefahr“, betont der Leiter des Amtes für Verbraucherschutz und Veterinärwesen, Dr. Klaus Bornhorst.

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