Mo., 18. Nov. 2019

Aktiver Klimaschutz: Kreis nutzt zu rund 90 Prozent Recyclingpapier

Digitalisierung hat Papier noch nicht komplett ersetzt. Aber wenn Papier, dann umweltbewusst! – Amtsleiterin Dr. Claudia Beverungen in der Hausdruckerei des Kreises Paderborn Digitalisierung hat Papier noch nicht komplett ersetzt. Aber wenn Papier, dann umweltbewusst! – Amtsleiterin Dr. Claudia Beverungen in der Hausdruckerei des Kreises Paderborn Bild: Kreis Paderborn, Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Meike Delang

Kreis Paderborn liegt weit über dem bundesweiten Landesdurchschnitt beim Wettbewerb „Papieratlas 2019“

Kreis Paderborn (krpb). Die fünf kreiseignen Berufskollegs und Schulen brauchen zum Druck der Unterrichtsmaterialien viel Papier, aber auch die Verwaltung selbst kommt (noch) nicht ohne Papier aus, um die Bürgerinnen und Bürger anzuschreiben oder Akten anzulegen. „Trotz Digitalisierung können wir nicht komplett auf Papier verzichten. Doch was wir tun können, ist im Sinne des Klimaschutzes darauf zu achten, dass nur umweltfreundliches Recycling-Papier benutzt wird“, erklärt Landrat Manfred Müller.

Zu genau 89,96 Prozent hat der Kreis Paderborn im letzten Jahr Papier mit dem Gütesiegel des Blauen Engels verwendet und schafft es damit auf einen der vorderen Plätze beim Landkreiswettbewerb „Papieratlas 2019“ unter der Schirmherrschaft der Bundesumweltministerin.

Im Durchschnitt benutzten die beim Wettbewerb teilnehmen Landkreise zu 78,54 Prozent Recycling-Papier. „Das wir so deutlich über den bundesweiten Durchschnitt liegen, hat uns natürlich sehr gefreut. Wichtiger war für uns aber, dass wir unsere eigene Recyclingpapier-Quote verbessert haben. 2018, beim ersten Durchgang des Wettbewerbs, lagen wir noch bei 71,19 Prozent“, verdeutlicht Dr. Claudia Beverungen, Leiterin des Amtes „Zentrale Dienste“. Die Verbesserung konnte unter anderem dadurch erzielt werden, dass eine verbindliche Vorgabe für die kreiseigenen Schulen eingeführt wurde, nur noch Papier mit dem Blauen Engel zu verwenden.

Landrat Manfred Müller zählt zu jenen neun „vorbildhaften Landräten“, deren persönliches Engagement gewürdigt wurde, weil sie für ihre gesamte gedruckte Korrespondenz Recycling-Papier benutzen. „Wir alle können im Alltag an vielen kleinen Stellschrauben drehen und optimieren, und so unsere Klimabilanz verbessern“, betont Landrat Müller. Wie „klein“ die Stellschrauben sind, verdeutlichen folgende Zahlen: Durch den konsequenten Einsatz von Recycling-Papier hat der Kreis Paderborn im Vergleich zu Frischfaserpapier den täglichen Trinkwasserbedarf von 6.209 Personen sowie den jährlichen Energieverbrauch von 44 Drei-Personen-Haushalten eingespart. „Wir haben uns auf den Erfolg nicht ausgeruht, sondern die Umstellung weiter vorangetrieben. Aktuell liegen wir bei 100 Prozent Recycling-Papier. Damit und mit weiteren Maßnahmen liegen wir hoffentlich im nächsten Jahr beim Wettbewerb ‚Papieratlas 2020‘ noch weiter vorne“, so Müller.

Wettbewerb „Papieratlas 2019“

Der Wettbewerb ist ein Projekt der Initiative Pro Recyclingpapier in Kooperation mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, dem Umweltbundesamt, dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund sowie dem Deutschen Landkreistag. Seit 2008 suchen die Kooperationspartner die „Recyclingpapierfreundlichste Stadt“, im letzten Jahr wurde dann erstmal ein Wettbewerb für die bundesweiten Landkreise eingeführt.

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